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$titel="Der Lempbach in der Literatur";
$autor="Dr. Hermann Mohr HTML-Fassung: Werner Thum";
$keywords="Gesamtschule Ehringshausen, HESSNET, Gew&auml;sseruntersuchung, Lemp, Helmut Weller, Dr. Hermann Mohr";

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<H2><A HREF="index.phtml"><IMG SRC="hessnet.gif" ALT="Logo HESSNET" BORDER=1 HEIGHT=96 WIDTH=113 align="middle"></A>
Umweltprojekt HESSNET</H2>
<H3>Der Lempbach in der Literatur</H3>
<hr noshade size="1">
<H4>Fische in der Lemp</H4>

<H5>Von Dr. Hermann Mohr</H5>
<p>&raquo;Bei dem nat&uuml;rlichen Mangel an geeigneten stehenden Gew&auml;ssern
kam als Lebensraum f&uuml;r Fische fr&uuml;her nur die Lemp und einige
ihrer Nebenb&auml;che in Frage. Die Zeit, als diese sich noch in ihrem
urspr&uuml;nglichen Lauf durch die Wiesen schl&auml;ngelten und zahlreiche
Kolke bildeten, in denen man angeblich haufenweise Forellen greifen konnte,
kenne ich nur noch vom H&ouml;rensagen.
<BR>Im Zusammenhang mit einer 1934 abgeschlossenen Flurbereinigung hatte
man den Hauptbach und die meisten Nebenb&auml;che rigoros begradigt und
ihre neuen Bette mit Steinen gepflastert. Vom Lempbach blieben lediglich
eine kaum 200 m lange Strecke am "Herborner Steg" und ein eher k&uuml;rzeres
St&uuml;ck oberhalb der Schleuse des M&uuml;hlgrabens zur Bergm&uuml;hle
im alten Zustand. In diesen beiden Abschnitten gab es noch bis in die Nachkriegszeit
zahlreiche gro&szlig;e Bachforellen und D&ouml;bel. Au&szlig;erdem lebten
hier wie auch an geeigneten Stellen des begradigten Baches, des M&uuml;hlgrabens
und des unteren Teils der Nebenb&auml;che die Jungfische der oben genannten
Arten sowie Ellritze, Schneider, Gr&uuml;ndling, Schmerle und M&uuml;hlkoppe.
Gelegentlich wurde auch das Bachneunauge beobachtet. berall, wo das Ufer
nicht mit Steinen verbaut war, hatten Flu&szlig;krebse ihre H&ouml;hlen,
und in den sandigen Abschnitten gab es kleine Kolonien von Malermuscheln.</p>
<p>Als 1952/53 nach dem Bau der Wasserleitung und der dazugeh&ouml;renden
Kanalisation sowie 1963 mit der Ansiedlung eines Industriebetriebes zun&auml;chst
alle Abw&auml;sser direkt oder ungen&uuml;gend gekl&auml;rt eingeleitet
wurden, verschlechterte sich die Wasserqualit&auml;t des Lempbaches derart,
da&szlig; er jahrzehntelang ein praktisch totes Gew&auml;sser war. Erst
seit der 1986 erfolgten Inbetriebnahme der Kl&auml;ranlage beginnt der
Bach langsam und teilweise zu gesunden. Eine Untersuchung des Sportfischerverbandes
im Fr&uuml;hjahr 1993 ergab, da&szlig; Wasserqualit&auml;t und Fischvorkommen
oberhalb der Kl&auml;rteiche wieder befriedigend sind, unterhalb der Einleitung
der vorgeblich gekl&auml;rten Fraktion aber noch sehr zu w&uuml;nschen
&uuml;brig lassen.
<BR>Infolge des verst&auml;rkten Wasserverbrauches der anliegenden Gemeinden
und der offenbar zunehmend trockener und hei&szlig;er werdenden Sommer
f&uuml;hrt der Bach allerdings oftmals so wenig Wasser, da&szlig; er schon
durch eine relativ geringf&uuml;gige Einleitung von giftigen oder sauerstoffzehrenden
Stoffen umkippen kann. In einigen k&uuml;nstlichen Fischteichen, die innerhalb
der letzten 30 Jahre angelegt wurden, werden fast ausschlie&szlig;lich
amerikanische Regenbogenforellen gehalten. Die Teiche bieten aber auch
einer Reihe von Wasserinsekten und V&ouml;geln Lebensraum.&laquo;</p>
<hr noshade size="1">
<p><B>Auszug aus:</B>
<BR>Dr. Hermann Mohr: Die heimische Tierwelt einst und heute,
<BR>Wandlungen w&auml;hrend eines Menschenalters,
<BR>in: <A HREF="hweller.phtml">Helmut Weller, Aus Liebe zur Heimat</A>,
<BR>K&ouml;lschhausen 1994
<BR>Herausgeber: Vogel- und Naturschutzfreunde K&ouml;lschhausen e.V.</p>

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