<?php
$titel="Pressespiegel Dill, Lemp, Mühlbach";
$keywords="Gesamtschule Ehringshausen, HESSNET, Gewässeruntersuchung, Dill, Lemp, Mühlbach, Werner Thum";
$autor="";
//<!--NO_INDEX-->
require("header.php");
?>
<h2><a href="index.phtml"><img
src="hessnet.gif" alt="Logo HESSNET" border="1" height="96"
width="113"></a> Umweltprojekt HESSNET</h2>

<h2>Pressespiegel Dill, Lemp, Mühlbach</h2>

<p><a href="wz270198.phtml"><img src="jungseit.gif" alt=
"die junge Seite" border="0" height="76" width="130"></a><a
href="wz270198.phtml"></a>&nbsp;<a href="wz270198.phtml"><img src="wnz.jpg" border="0" height="30" width="211"></a>
<br>
<a href="wz270198.phtml">Bericht der WNZ vom 27. Januar 1998
über unsere Aktivitäten&nbsp;</a></p>

<p><a href="greif_97_98_1.phtml">Bericht von Jens
Regel in der Schulzeitung GREIF, 1997/98 Nr. 1</a></p>

<hr noshade size="1">
<p><i>Wetzlarer Neue Zeitung, 31. 08. 2001</i></p>
<p><u><b>17 Kinder waren der Einladung zur Infoverantstaltung gefolgt</b></u></p>
<h2>Naturschützer untersuchten Wasserqualität des Lempbaches</h2>
<p><b>Ehringshausen (re). Bachflohkrebse, Eintagsfliegenlarven, Strudelwürmer und Egel - eine Gruppe Ehringshäusener Kinder erfuhr ganz viel über kleine Tiere, die - bislang von ihnen unbemerkt - in ihrer Nähe leben. Der Naturschutzring Ehringshausen (NRE) hatte zu einer Informationsveranstaltung mit dem Titel "Das Gewässer lebt" eingeladen.</b></p> <p>Vorstandsmitglied  Ulrich Hild, der auch Vorsitzender des Angelsportvereins Katzenfurt ist, und der Jugendgewässerwart Sven Oliver Bass übernahmen die Leitung der Gewässer untersuchungen. 17 Kinder gingen hoch mutiviert an diese wichtige Naturschutzarbeit: An drei Abschnitten des Lempbachs sollte die Wasserqualität ermittelt werden. </p>
<p class="k"><img src="wz010831.jpg" width="450" height="586" border="1" alt=""><br>Sorgfältig entnahmen die Kinder Wasserprobenm aus dem Lempbach, die darin enthaltenen Kleinlebewesen wurden dann im Dorfgemeinschaftshaus untersucht. (Foto: privat)</p>
<p>Die Kinder lernten, wie man die im Bach gefundenen Organismen unterscheidet und die Gewässergüte durch die Anzahl der gefundenen Organismen errechnet. Eine Gruppe untersuchte den Lempbach oberhalb Kölschausen, die zweite Gruppe hinter Kölschhausen etwa 100 Meter vor der Kläranlage und eine dritte Gruppe am "Herborner Steg". Aus dem Bach wurden Wasserproben entnommen. Auch unter Steinen fanden die Naturschützer viele Kleinlebewesen. Die Kinder erkundeten den Bach und die in ihm Lebenden Organismen. Am Ende wussten sie, wie sauber der untersuchte Abschnitt des Lempbaches ist. Man unterscheidet vier Güteklassen: von unbelastet bis stark verschmutzt. Im Dorfgemeinschftshaus von Kölschhausen wurden die während einer Zeit von 20 Minuten gefundenen Kleinlebewesen in Petrischalen sortiert, gezählt und in einem Bewertungsbogen aufgenommen. Dabei ergaben sich folgende Ergebnisse für den Lempbach: oberhalb von Kölschhausen mäßig belastet, Ortsausgang von Kölschhausen mäßig belastet, Herborner Steg kritisch belastet bis stark verschmutzt. Zum schluss dankte der stellvertretende Vorsitzende des NRE, Werner Krause, auch in Funktion als 1. Beigeordneter der Großgemeinde, Ulrich Hild für sein Engagement und den Kindern für ihre Interesse an der Naturschutzarbeit. </p>
<hr noshade size="1">

<p><i>Wetzlarer Neue Zeitung, 28. 01. 2000</i></p>
<p><u><b>Mitglieder der Angelvereine betreuen den Fischnachwuchs</b></u></p>
<h2>28000 Lachseier reifen in Seitenbächen der Dill heran</h2>

<p><b>Ehringshausen/Sinn (re). Die Lachswarte der Angelvereine Sinn, Edingen, Katzenfurt und Ehringshausen überwachen wieder die seit 1998 jährlich vorgenommene Erbrütung von Lachseiern. Die 28 000 Eier, die von Wildlachsen aus dem französischen Adour-Nive-System stammen, wurden auf acht nach dem Erfinder benannte Firzlaff-Boxen verteilt und in die Seitenbäche der Dill eingebracht.</b></p>
<p>Bis alle Lachse geschlüpft sind, vergehen je nach Wassertemperatur etwa vier Wochen. Weitere vier Wochen benötigen die Lachse, um ihren Dottersack aufzuzehren, erst dann sind sie schwimmfähig und können in die Freiheit entlassen werden. Nach etwa zwei Jahren Süßwasseraufenthalt werden sie dann ihre lange Reise über Rhein und Nordsee nach Grönland antreten. Während des Ei- und Dottersackstadiums kontrollieren die Lachswarte die Brutboxen regelmäßig, wobei die verpilzten Eier und abgestorbenen Larven aus der Box entfernt werden. Eine Wassertemperatur von zwei Grad, Lufttemperaturen bis minus zehn Grad sowie Regen- und Schneeschauer sind Widrigkeiten, die die Lachswarte bei ihrer ehrenamtlichen Tätigkeit hinnehmen.</p>

<p>Dass die Arbeit Früchte trägt, zeigte sich im Herbst 1999, als an der Staustufe in Lahnstein acht aufsteigende, laichbereite Lachsrückkehrer bei Kontrollen gefangen wurden. Diese Rückkehrer machen aber auch deutlich, wie wichtig die Beseitigung von Querverbauungen und der Bau von Aufstiegsanlagen ist, um eine Durchgängigkeit der Gewässer zu gewährleisten und somit dem Lachs, dem Fisch des Jahres 2000, den ungehinderten Aufstieg in die Dill zu ermöglichen. Das Jahr des Lachses, das Jahr 2000, soll Zeichen für die Zukunft setzen. Für eine gesunde Natur, für den Lachs, der in der Dill wieder ein Zuhause haben soll.      </p>
<p>Für weitere Informationen stehen der Koordinator der Lachswarte, Frank Plettenberg, unter der Telefonnummer (06449) 6696, und die Lachswarte der heimischen Angelvereine zur Verfügung.
</p>
<hr noshade size="1">
<p><i>Wetzlarer Neue Zeitung, 17. 12. 1999:</i></p>
<p><u><b>Der Fluss hat sich nach dem Fischsterben 1996 wieder weitgehend erholt</b></u></p>

<h2>Angelsportler wollen Fischbestände in der mittleren Dill wiederaufbauen</h2>
<p><b>Ehringshausen-Katzenfurt (dr). "Die Gewässerwerte der mittleren Dill haben sich in den vergangenen Monaten stabilisiert. Es gab keine auffälligen Schwankungen bei den Stickstoffwerten. Auch die Ergebnisse der biologischen Untersuchungen lassen auf eine kontinuierliche Besserung der Wasserqualität hoffen". Während einer Klausurtagung der Angelsportvereine aus Edingen, Katzenfurt, Ehringshausen, Werdorf und Aßlar gab Ulrich Hild, Vorsitzender des gastgebenden ASV Katzenfurt, die Ergebnisse der regelmäßigen Untersuchungen der Dill durch Peter Münn, Vorsitzender ASV Ehringshausen, und die Gewässerwarte bekannt. Der Fluss hat sich nach dem Fischsterben 1996 wieder soweit erholt, dass die Angler jetzt mit dem Neuaufbau der Bestände beginnen wollen.</b></p>

<p>Fischereisachverständiger Martin Tschirschnitz stellte die Hegepläne vor. Danach sollen Äschen und die Bachforelle, die Arten, die vom Fischsterben am stärksten betroffen waren, als Jungfische verstärkt besetzt werden. "Die natürlichen Laich- und Aufwuchsgebiete im gesamten Dillgebiet müssen durch die bessere Anbindung von Nebengewässern für die Fische erreichbar sein", erläuterte Tschirschnitz seine Untersuchungsergebnisse und die Hegeempfehlungen.</p>

<p>Frank Plettenberg (ASV Edingen), Herbert Muth (ASV Ehringshausen) und Jens Abendroth (ASV Katzenfurt) informierten über die Erfolge der Lachswarte bei der Ausbrütung in künstlichen Laichboxen und bei der Aufzucht von rund 16 000 Bachforellen. Im Jahr 2000 will sich auch Aßlar an dem Projekt beteiligen. Zurzeit  gibt es allerdings noch Schwierigkeiten, einen geeigneten Bach zu finden, in dem die Brutboxen installiert werden können und der eine entsprechende Anbindung an die Dill hat.</p>

<p>Die Gewässerwarte Heinz Carle und Hans Krauß (beide Katzenfurt), Herbert Muth (Ehringshausen) und Hartmut Wolf (Werdorf) zeichnen in diesem Jahr für die Beschaffung von geeigneten Besatzfischen verantwortlich. Insgesamt entstehen Besatzkosten von rund 17 800 Mark. Die Vereine fordern die Anbindung der Seitenbäche sowie die Durchgängigkeit der gesamten Gewässersysteme durch Fischtreppen an den Wehren und Wasserkraftanlagen. Gemeinsam mit den Kommunen und Eigentümern sollen diese Projekte verwirklicht werden.</p>

<hr noshade size="1">
<p><i>Wetzlarer Neue Zeitung, 08. 07. 1999:</i></p>

<p><u><b>Ein neues Gutachten nennt erfreuliche Werte</b></u></p>

<h2>Die Qualität des Dillwassers ist für die Angler Anlaß
für Optimismus</h2>

<p><b>Ehringshausen-Katzenfurt (dr).</b> "Die Dill ist mit
ihrer Gewässergüte so langsam auf dem Weg der Besserung",
beschreibt der Vorsitzende des Angelsportvereins
Katzenfurt, Ulrich Hild, den Gewässerzustand.</p>

<p>Anlaß zur verhaltenen Freude gibt ein neues Gutachten
des vereidigten Fischereisachverständigen Martin
Tschirschnitz, das im Auftrag der Geschädigtengemeinschaft
Mittlere Dill erstellt wurde. Die Angelsportvereine aus
Edingen, Katzenfurt, Ehringshausen und Werdorf hatten sich
nach einem großen Fischsterben im Jahr 1996 zu einer
Interessengemeinschaft zusammengeschlossen und den
Betreiber der Kläranlage in Edingen als wahrscheinlichen
Verursacher des Fischsterbens verklagt. Mit einem Urteil in
den Verfahren wird in den nächsten Wochen gerechnet.</p>

<p>"Aus dem Gutachten läßt sich deutlich das seinerzeit
entstandene Schadensbild ablesen", analysiert Hild die
Zahlen. Auf einer Skala von 1 bis 5 bewertet das Gutachten
die Gewässergüte vor der Kläranlage in Edingen mit 1,9.</p>

<p>Je weiter die Probesteilen von der Kläranlage entfernt
liegen, desto besser wird die Wasserqualität. In Katzenfurt
liegt der Wert bei 2,5, in Ehringshausen bei 2,2, in
Werdorf bei 2,0, in Aßlar bei 1,8.</p>

<p>Das Ergebnis wurde nach der Bauerschen Methode
ermittelt. Bei dieser biologischen Untersuchungsmethode
werden vorgefundene Lebewesen registriert und je nach
Tierart einer Wasserqualität zugeordnet und gewichtet.
"Dabei kann man die Entwicklung der Gewässergüte sehr gut
feststellen", beschreibt Hild die Vorteile dieser
Untersuchung, die gemeinsam mit den Gewässerwarten einmal
im Jahr stattfindet.</p>

<p>So wurden jetzt in dem untersuchten Streckenabschnitt
keine älteren Lebwesen vorgefunden. Dies ist für die
Fachleute ein weiteres Indiz für das große Fischsterben vor
drei Jahren.</p>

<hr noshade size="1">
<p><i>Wetzlarer Neue Zeitung, 27. 04. 1999:</i></p>

<p><b><u>Fischer stellten in Ehringshausen die Ergebnisse
der Wasseruntersuchung vor</u></b></p>

<h2>In der stickstoffbelasteten Dill können keine Fische
aufwachsen</h2>

<p><b>Ehringshausen (re). Eine schäumende, stinkende Brühe
fließt nach Informationen der Angelfischer, die sich in der
Interessengemeinschaft Dill zusammengeschlossen haben, noch
immer ans der Edinger Kläranlage in die Dill. Und das,
obwohl die Frist für eine Reparatur - Bestandteil einer
Sondergenehmigung des Umweltamtes Wetzlar - verstrichen
sei. In ihrer Sitzung in Ehringshausen vertraten die
Angelfischer die Meinung, daß die Gesundheit der Menschen
und das Leben der Wasserbewohner in und an der Dill
gefährdet sei.</b></p>

<p>Bereits 1996 waren die Fische in der Dill verendet,
Ulrich Hild (Katzenfurt legte die amtlichen Pegelprotokolle
des Umweltamtes Wetzlar vor und berichtete über den
aktuellen Stand in Sachen "Fischsterben": Wir mußten Klage
beim Landgericht Limburg einreichen, Es blieb uns keine
andere Wahl. Die Verhandlungen stehen noch an."</p>

<p>Der Interessengemeinschaft gehören an die Dillenburger
Sportfischer sowie die Angler aus Sinn, Edingen,
Katzenfurt, Ehringshausen, Werdorf, Aßlar und Wetzlar. Die
Vereine an der mittleren Dill, die sich zu einer
Geschädigtengemeinschaft "Fischsterben 1996"
zusammengeschlossen haben, erhielten von der Versammlung
den Auftrag zu klären, wann die Ausbaustufen der
Kläranlagen in Niederscheld und Edingen in Betrieb gehen.
In den nächsten Tagen wird es Gespräche mit Behörden und
Verbänden geben.</p>

<p>Peter Münn, Vorsitzender des ASV Ehringshausen, legte
einen vorläufigen chemisch-physikalischen
Untersuchungsbericht für den Bereich mittlere Dill vor. Die
Gewässerwarte aus Edingen, Katzenfurt, Ehringshausen und
Werdorf hatten die Ergebnisse an fünf Meßstellen ermittelt
Im Sommer entnahmen sie alle zwei Wochen, im Winter
monatlich Wasserproben aus der Dill. "Die Stickstoffwerte
auf der Strecke zwischen Edingen und Werdorf sind noch
immer sehr hoch. Für empfindliche Fischarten wie Äschen
oder Forellen ist die Belastung zu groß. Im oberen Bereich
bei Katzenfurt und im Unterlauf bei Edingen können bei
diesen Werten keine Jungfische aufwachsen", sagte Frank
Plettenberg (Edingen). Nur weil in den vergangenen beiden
Jahren überdurcbschnittlich viel Wasser die Dill hinab
floß, sei es zu keinem weiteren Massenfischsterben
gekommen. Die Angelfischer beschlossen, noch enger
zusammenzuarbeiten und in Arbeitsgruppen folgende Themen
aufzugreifen: Schwallableitungen aus Rehbach und Aar,
Durchgängigkeit der Dill, Beseitigung von Querverbauungen,
Bau von Fischaufstiegshilfen, Förderung und aktive
Mitarbeit beim Projekt "Lachs 2000", Erstellung eines
Einleitungskatasters, Gründung einer
Gewässeruntersuchungsgruppe und deren Ausstattung mit
modernsten Untersuchungs- und Meßgeräten, Verstärkung der
Öffentlichkeitsarbeit, Unterstützung der Umweltpolizei und
der Umweltbehörden. ...</p>

<hr noshade size="1">
<p><i>Wetzlarer Neue Zeitung, 8.3.1999:</i></p>

<p><u><b>Ehrgeiziges Projekt des Landes Hessen</b></u></p>

<h2>Der atlantische Lachs soll in die Lahn
zurückkehren</h2>

<p><b>Gießen/Solms (re).</b> Ein ehrgeiziges Projekt hat
das Land Hessen - in Zusammenarbeit mit den Fischvereinen
an der Lahn (IG Lahn) und dem Institut für angewandte
Ökologie in Kirtorf - in den vergangenen Jahren gestartet:
die Wiederansiedlung des seit dem 19. Jahrhundert aus der
Lahn verschwundenen atlantischen Lachses "Salmo salar".
Zehntausende von Junglachsen wurden zu diesem Zweck an Weil
(Leistenbach) und Dill (Amdorfbach und Schelde)
ausgesetzt.</p>

<p>Damit ist es aber nicht getan: Bislang 28 ehrenamtliche
Betreuer ("Lachswarte") kümmern sich um praktische
Pflegemaßnahmen und als Fischereiaufseher um die Kontrolle
der Gewässer. Auch betreuen sie derzeit 64.000 Lachseier,
untergebracht in 16 Edelstahl-Brutboxen, mit denen bislang
gute Ergebnisse erzielt wurden, berichtet das Gießener
Regierungspräsidium.</p>

<p>Die geschulten Betreuer aus Fischvereinen, die viele
Stunden ihrer Freizeit dem Lachsprojekt opfern, werden
jetzt um weitere elf Lachswarte verstärkt. Im Beisein von
Vertretern der IG Lahn, des Kirtorfer Ausbildungsinstituts
und der oberen und unteren Fischereibehörden händigte
ONB-Chef Burkhard Böttcher den neuen Helfern und
Fischereiaufsehern im Gießener Regierungspräsidium ihre
Urkunden aus.</p>

<p>Ziel sei, wie er betonte, dass sich das Programm zu
einem Selbstläufer entwickele und von den Vereinen getragen
werde. Angesichts des Engagements der Lachswarte könnten
sich durchaus weitere Projekte für die Zukunft abzeichnen,
skizzierte Böttcher seine Hoffnung unter Hinweis auf die 16
ausgestorbenen Fischarten (von einst 38) in der Lahn. Er
dankte den 28 bereits seit zwei Jahren tätigen Lachswarten
ebenso wie den "Neuen", darunter eine Frau, für ihre
Bereitschaft zur ehrenamtlichen Mitwirkung.</p>

<p>Sechs weitere Lachswarte, die in Mittelhessen
mitausgebildet wurden, werden künftig bei dem demnächst
anlaufenden Projekt "Wiederansiedlung des Lachses im
Gewässersystem der Weser" an der nordhessischen Diemel
tätig sein. Für die Lachse selbst bleibt auch darüber
hinaus noch viel zu tun, wie Böttcher betonte. Neben den
erheblichen Fortschritten bei der Verbesserung der
Gewässerqualität in der jüngsten Zeit (z.B. bei der
Abwasserreinigung) gelte es insbesondere, noch etliche
"Fischaufstiegshindernisse" (meist Wehre) durchgängig zu
machen. Der Lachs wandert aus seinen Heimatgewässern bis
nach Grönland und kehrt im Alter von fünf Jahren über
Tausende von Kilometern in seine Laichgründe - und künftig
hoffentlich auch in Lahn, Dill und Weil - zurück.</p>

<p class="quelle">(Text erfasst von Melanie Göltl)</p>

<hr noshade size="1">
<p><i>Wetzlarer Neue Zeitung, 06. 02. 1998:</i></p>

<p><b><u>Angelsportverein Ehringshausen</u></b></p>

<h2>Otto Ringsdorf ist neues Ehrenmitglied</h2>

<p><b>Ehringshausen</b> (re). Nach dem Fischsterben 1996 darf
die Dill im Pachtbereich Ehringshausen ab April wieder
beangelt werden, obwohl die Wasserqualität nicht dem Stand
von vor 1996 entspricht. Dies erfuhren die Mitglieder des
Angelsportvereins in der Jahreshauptversammlung. Forellen
und Äschen gelangen noch nicht in den Besatz. Die Angler
müssen sich mit Weißfischen begnügen. ...</p>

<hr noshade size="1">

<p><i>Wetzlarer Neue Zeitung, 28.01.98:</i></p>

<p><b><u>Vorsitzender Hild erstattete Bericht</u></b></p>

<h2>Katzenfurter Angler über Qualität der Dill
verärgert</h2>

<p><u><b>Beiträge für das Projekt "Lachs 2000" auf Sperrkonto
eingezahlt</b></u></p>

<p><b>Ehringshausen-Katzenfurt</b> (re).&nbsp; Enttäuscht
und verärgert zeigten sich die Mitglieder des Katzenfurter
Anglersportvereins 1962 in der Jahreshauptversammlung.
Grund: Aus dem Bericht des Vorsitzenden Ulrich H. Hild ging
hervor, daß sich die Wasserqualität der Dill nach wie vor
in einem sehr schlechten Zustand befindet. Ammonium,
Nitrit, Nitrat und sogar Phosphat lagen bei fast allen
Messungen über den für forellenartige Fische verträglichen
Werten. Fischbrut und Jungfische können bei diesen
Schadstoffkonzentrationen nicht überleben, so Hild. Man
müsse daher mit Nachdruck auf den Ausbau und die Sanierung
von Kläranlagen drängen. Die Beiträge für das
"Lachs-2000"-Projekt werden auf ein Sperrkonto eingezahlt
bis die Dill wieder sauber ist, beschlossen die Mitglieder
im Bürgerhaus.</p>

<p>Es könne nicht hingenommen werden, daß durch
Hinhaltetaktiken und Bürgerversammlungen etwa der Ausbau
der Kläranlage Edingen auf Kosten der Unteranlieger unnötig
verzögert würde.</p>

<p>Es gehe nicht nur um die "paar toten Fische", sondern
auch um die Reinheit des Trinkwassers und somit um die
Gesundheit der Bürger am Mittel- und Unterlauf der Dill.
...</p>

<hr noshade size="1">
<p><i>Wetzlarer Neue Zeitung, 22. 12. 1997:</i></p>

<p><b><u>Umfangreiche Renaturierung auf 1,5
Kilometer</u></b></p>

<h2>Der Lempbach wird bald in seinem gewohnten Bett
fließen</h2>

<p><b>Ehringshausen (re). Nachdem die Untere Wasserbehörde des
Lahn-Dill-Kreises Mitte September die Planunterlagen zur
Lemprenaturierung genehmigt hat, wurde Anfang November mit
den Bauarbeiten begonnen. Die derzeit durchgeführten
Arbeiten umfassen den ersten Bauabschnitt. Dieser beginnt
unterhalb des Ortsteils Niederlemp und endet etwa in Höhe
des Kölschhäuser Tiefbrunnens.</b></p>

<p>Hierbei handelt es sich um die erste Renaturierungsmaßnahme
dieser Art im Lahn-Dill-Kreis. Durch den Ankauf fast
sämtlicher Grundstücke innerhalb des Renaturierungsbereichs
ist die Gemeinde nunmehr in der Lage, diese Teilstrecke
wieder in einen naturnahen Zustand zu versetzen. Größere
wasserbautechnische Maßnahmen sind nicht erforderlich,
vielmehr wird dem Bach durch kleinere Initialmaßnahmen die
Möglichkeit gegeben, sich selbst zu entwickeln.</p>

<p>Die Strecke des Renaturierungsbereichs beträgt circa 1,5
Kilometer. Der Lempbach verläuft in diesem
Streckenabschnitt weitgehend im Taltiefpunkt, so daß eine
Änderung der Linienführung (Mäandrierung) nicht notwendig
wird. Außer im Bereich der Grundmühle wird auf einer
Strecke von 100 Metern der Verlauf des Bachbetts in den
Taltiefpunkt verlegt.</p>

<p>Die Aue soll durch das Anlegen von Feuchtmulden und
Sohlanhebungen wieder feuchter werden. Hier erhofft sich
Bürgermeister Niebch auch einen Hochwasserschutz für die
Kerngemeinde Ehringshausen. Eine größere Feuchtmulde
entsteht unterhalb von Niederlemp. Diese speist ein
reaktivierter alter Mühlgraben. Die Planung der
Renaturierung wurde vom Ingenieurbüro Zick-Hessler in enger
Zusammenarbeit mit dem Naturschutzring Ehringshausen sowie
der Unteren Naturschutzbehörde und des Staatlichen
Umweltamtes durchgeführt.</p>

<p>Die Kosten der Renaturierung einschließlich der Planung und
des Grunderwerbs betragen circa 340 000 Mark. Diese Kosten
werden vom Lahn-Dill-Kreis aus der Ausgleichsabgabe
bezahlt. Bürgermeister Niebch hofft auf die Bereitstellung
weiterer Mittel, so daß auch die nächsten Bauabschnitte
noch ausgeführt werden können.</p>

<p>Der erste Bauabschnitt wird nach Auskunft des
verantwortlichen Bauleiters der Gemeinde Ehringshausen,
Dipl.-Ing. Jürgen Beecht, voraussichtlich Ende Januar 1998
endgültig fertiggestellt sein. Voraussetzung ist, daß die
Witterung weiterhin mitspielt. Die Bepflanzung wird erst im
Frühjahr 1998 vorgenommen.</p>

<hr noshade size="1">
<p><i>Wetzlarer Neue Zeitung, 14. 6. 1997:</i></p>

<p><b><u>Gemeinde sollte über dritte Stufe für Kläranlage
Kölschhausen nachdenken</u></b></p>

<h2>Naturschutzring besorgt über die Qualität des
"Patenkindes" Lempbach</h2>

<p><b>Ehringshausen (re). Der Naturschutzring Ehringshausen
hat vor einiger Zeit die "Bachpatenschaft" für den Lempbach
übernommen. Und da ein Pate sich um den Gesundheitszustand
seines "Patenkindes" sorgt, ließ er es untersuchen. Das
Interesse galt der Wasserqualität und dem Vorkommen an
Fischarten. Untersuchungsmittel war eine
"Elektrobefischung".</b></p>

<p>Da im Herbst der erste Abschnitt der geplanten
Bachrenaturierung beginnen soll, hat die Gemeinde die
Untersuchung des Ist-Zustandes durch eine
Gutachtergemeinschaft befürwortet.</p>

<p>Nach der fachmännisch vorgenommenen Elektrobefischung
(einer leichten Betäubung der Fische durch Strom) fanden
sich in dem Gewässer folgende Arten: Häufigster Fisch ist
die Schmerle. Als Vertreter der natürlichen Fauna des
Lempbaches wurden Stichlinge, Gründlinge und Bachforellen
nachgewiesen. Die früher festgestellten Elritzen und
Mühlgroppen waren nicht mehr zu finden. Beide Arten sind
Anzeiger für ein gutes Wasser.</p>

<p>Begleitende Messungen (wie zur Leitfähigkeit des
Wassers) zeigten, daß sich der Zustand, insbesondere
unterhalb der Kläranlage, verschlechtert hat. Sogar im
Bachabschnitt oberhalb der Kläranlage Kölschhausens ist
eine Verschlechterung der Wasserqualität durch zu starke
Nährstoffeinträge zu verzeichnen.</p>

<p>Auch kleine Bachforellen, die natürliche Verjüngung,
wurden gefunden. Unterhalb des Einlaufs der Kläranlage
konzentrierten sich größere Fische des normalen Besatzes an
sauerstoffreichen Stellen.</p>

<p>Als Ergebnis stellt der Naturschutzring fest, daß neben
der allgemeinen Renaturierung noch etwas getan werden muß,
um die Wasserqualität, insbesondere unterhalb der
Kläranlage von Kölschhausen zu verbessern.</p>

<p>Er empfiehlt der Gemeinde, den Wirkungsgrad der
Kläranlage neu zu beurteilen und gegebenenfalls über eine
dritte Reinigungsstufe (Pflanzen-Klärstufe)
nachzudenken.</p>

<hr noshade size="1">
<p><i>Wetzlarer Neue Zeitung, 14. 6. 1997:</i></p>

<h2>Die Katzenfurter Vereine hatten kaum Grund, sich über
die Gemeinde zu beklagen</h2>

<p><b><u>Ehringshausen-Katzenfurt (dr).</u> Jürgen Mock,
SPD-Bürgermeisterkandidat, hatte die Katzenfurter
Ortsvereine zum Gespräch eingeladen. Sechs Vertreter kamen
zum Vereinsgelände des Angelsportvereins. Hier standen
neben Mock Fraktionsvorsitzender Erhard Henrich und der
Vorsitzende der Gemeindevertretung, Heinz Ansion, Rede und
Antwort</b>.</p>

<p>... Die Fragestunde nutzte vor allem Ulrich Hild (ASV),
um auf die Verunreinigung der Dill hinzuweisen.</p>

<p>Das Gewässer habe 1996 im Bereich Katzenfurt einen
Schädigungsgrad von 99 Prozent erfahren, was nach einem
Gutachten auf ungeklärtes Abwasser aus der Kläranlage
Edingen zurückzuführen sei.</p>

<p>Die Dill sei in den nächsten Jahren zur Fischerei nicht
mehr nutzbar. Aufgrund weiter vorherrschender untragbarer
Werte der Gewässergüte müsse dringend etwas unternommen
werden. Die Gemeindevertreter versprachen, sich mit den
beteiligten Behörden in Verbindung zu setzen. Hild bat auch
um Förderung heimischer Fischarten. ...</p>

<hr>
<p><i>Wetzlarer Neue Zeitung, 12.5.1997:</i></p>

<p><b><u>Die Gewässergütekarte gibt Aufschluß über den
Verschmutzungsgrad</u></b></p>

<h2>Wasserqualität der Lahn ist inzwischen mit Abstrichen
wieder im "grünen Bereich"</h2>

<p><b>Wetzlar (rm). Durchweg im "grünen Bereich" ist nach
Erhebungen der Hessischen Landesanstalt für Umwelt die
Wasserqualität der Lahn und ihrer Zuflüsse. Eine
Gewässergütekarte gibt Auskunft über den Grad der
organischen Belastung der Fließgewässer und teilt die
Wasserläufe in Güteklassen ein. Besonders die in den
letzten Jahren gesteigerten Klärwirkungen in den Anlagen
der Abwasserverbände macht sich hier bemerkbar.</b></p>

<p>Weist die Lahn im Oberlauf fast durchweg die Güteklasse
II (mäßig belastet) auf, so ist trotz der bisher
ausgeführten Sanierungsmaßnahmen unterhalb der Klärwerke
Lollar, Gießen, Wetzlar, Burgsolms, Tiefenbach und Weilburg
nach wie vor eine kritische Belastung (Güteklasse II bis
III) feststellbar.</p>

<p>Die für die Beurteilung relevanten Parameter
Sauerstoffzehrung, Ammonium-Stickstoff und Phosphat sind im
mittleren Abschnitt der Lahn etwas höher als im Oberlauf.
An der Meßstelle Gießen treten insbesondere erhöhte
Ammonium-Konzentrationen auf.</p>

<p>Auch die Nebenflüsse der Lahn weisen eine fast
durchgehende geringe (dunkelblau) bis mäßige Belastung
(dunkelgrün) auf. Nur kleine Abschnitte einzelner Bachläufe
sind stark bis übermäßig verschmutzt und erhielten die
Güteklassen III bis IV.</p>

<p>Die bei Wetzlar in die Lahn mündende Dill ist ebenfalls
im grünen Bereich der Gütestufen. Lediglich hinter
Ehringshausen ist eine starke Verschmutzung feststellbar,
die auf den Eintrag aus der Kläranlage zurückzuführen ist
(gelbe Markierung).</p>

<p>Somit haben die Reinhaltungsmaßnahmen schon erreicht,
daß die im Hessischen Wassergesetz verankerte Forderung,
alle Gewässer sollen mindestens die Güteklasse II
aufweisen, und Gewässer mit besserer Qualität dürfen sich
nicht verschlechtern, für die Lahn und ihre Nebenflüsse
weitgehend erfüllt wird.</p>

<p>Da die Behandlung des Abwassers in fast allen
Kläranlagen auf einem technisch hohen Stand ist, sehen die
Experten Möglichkeiten in einer weiteren Verbesserung der
Wasserqualität nur, wenn auch andere Belastungsquellen, wie
Einträge von landwirtschaftlichen Flächen, Straßen und der
Luft, verringert würden.</p>

<p>Die Einteilung der einzelnen Güteklassen erfolgte nach
einer chemischen und physikalischen Analyse des
Gewässerbildes. Dabei werden sowohl Belastungen von
biochemisch leicht abbaubaren und sauerstoffzehrenden
organischen Substanzen berücksichtigt als auch die
Nährstoffverhältnisse in den Bach- und Flußläufen.</p>

<p><img src="gewguetekarte.gif" border="1" width="380"
height="350" alt="Ausschnitt aus der Gewässergütekarte">
</p>

<p class="k"><b>Bildunterschrift
Kartenausschnitt:</b> Die farbliche Markierung in der
Gewässerkarte zeigt die Güteklassen der einzelnen
Gewässerabschnitte auf: Dunkelblau - unbelastet bis sehr
gering belastet, hellblau - gering belastet, dunkelgrün -
mäßig belastet, hellgrün - kritisch belastet, gelb - stark
verschmutzt, orange - sehr stark verschmutzt, rot -
übermäßig verschmutzt.</font></p>

<hr noshade size="1">
<p><i>Wetzlarer Neue Zeitung, 24. 2. 1997:</i></p>

<p><b><u>Bilanz des Angelsportvereins nach dem
Fischsterben: "Die Katzenfurter Dill ist tot"</u></b></p>

<h2>Über 40 verbitterte Angler trafen sich in Katzenfurt
zur Jahreshauptversammlung</h2>

<p><b><u>Ehringshausen-Katzenfurt (re).</u> Die
Jahreshauptversammlung des Angelsportvereins Katzenfurt
stand ganz im Schatten des großen Fischsterbens im Sommer
des vergangenen Jahres. "Die gesamte Arbeit und die
Investitionen in unser Fließgewässer Dill der letzten 18
Jahre sind zerstört! Sogar die Rollegel sind tot", sagte
Ulrich H. Hild. Der Vorsitzende des ASV bezeichnete das
vergangene Jahr als "fischereilich das schwärzeste in der
Vereinsgeschichte".</b></p>

<p>Bereits im Mai habe man den Ausfall der Bachforellen
beobachten können. Anfang Juni seien zunächst die Barben
und dann innerhalb von wenigen Tagen fast alle Fischarten
verendet. Da auch die Fischnährtiere bei diesem
verheerenden Sterben vernichtet wurden, sei die Fischfauna
nachhaltig über Jahre geschädigt, eine Fischerei sogar
unmöglich. Sofort wurde gemeinsam mit den Vereinen Edingen,
Ehringshausen und Werdorf Strafanzeige erstattet. Die
Ermittlungen der Staatsanwaltschaft dauern derzeit immer
noch an. ... </p>

<? require("footer.php"); ?>