<?php
//<!--NO_INDEX-->
$titel="Projektwoche 1984 (4)";
$keywords="Gesamtschule Ehringshausen, HESSNET, Gewässeruntersuchung, Egel, Bachflohkrebse, Eintagsfliegen, Köcherfliegenlarven";
$autor="Projektgruppe Konrad Herchen; HTML: Werner Thum";
require("header.php");
?>
<H2><A HREF="index.phtml"><IMG SRC="hessnet.gif" ALT="Logo HESSNET" BORDER=1 HEIGHT=96 WIDTH=113></A>
Umweltprojekt HESSNET</H2>

<H3>
Projektwoche 1984</H3>
<P class="k">Bereits bei der 1. Projektwoche (PROWO) der Gesamtschule
Ehringshausen (2.-7. Juli 1984) untersuchte die Projektgruppe "Die Tierwelt
unserer Gewässer" unter der Leitung von <A HREF="herchen.gif">Konrad
Herchen</A> die Lemp, den Mühlbach und den Roßbach. Nachfolgend
dokumentieren wir Arbeitsergebnisse dieser Projektgruppe.</p>

<hr noshade size="1" id="inhalt">
<H4>Inhaltsübersicht</H4>

<UL>
<LI><A HREF="prowo1984-1.phtml#vorbemerkungen">Vorbemerkungen (Konrad Herchen)</A></LI>

<LI><A HREF="prowo1984-2.phtml#tierwelt">Übersicht:
Die Tierwelt unserer Gewässer</A></LI>

<LI><A HREF="prowo1984-1.phtml#untersuchung">Durchführung der Untersuchung</A></LI>

<LI><A HREF="prowo1984-3.phtml#tiere">Übersicht: Gesammelte
Tiere (Lemp und Mühlbach)</A></LI>

<LI><A HREF="prowo1984-3.phtml#ergebnis">Untersuchungsergebnisse</A></LI>

<LI><A HREF="#eintag">Eintagsfliegenlarven
<I>(Ephemeroptera)</I></A></LI>

<LI><A HREF="#krebs">Bachflohkrebs</A></LI>

<LI><A HREF="#egel">Egel <I>(Hirudinea)</I></A></LI>

<LI><A HREF="#koecher">Köcherfliegenlarven</A></LI>
</UL>

<hr noshade size="1" id="eintag">
<H3>Eintagsfliegenlarven <B><I>(Ephemeroptera)</I></B></H3>
<p>Sie leben überwiegend in Gebirgsbächen im Schlamm des Baches.
Die Larven sind reine Vegetarier. Sie bieten ein reiches Nahrungsangebot
für Fische und Raubinsekten. Die Larven überbrücken das
Puppenstadium, das heißt, sie verwandeln sich gleich aus dem Larvenstadium
in die Eintagsfliege. Ihre Körperform ist abgeplattet und ermöglicht
so das Anklammern auf der Unterseite des Steines. Die Strömung kann
ihnen nichts anhaben. Die Eintagsfliege selbst lebt nur, nachdem sie als
Larve meist nur ein Jahr unter Wasser gelebt hat, einen Tag. Innerhalb
dieses Tages legt sie ihre Eier ab und stirbt.</p>

<H3 id="krebs">Bachflohkrebse</H3>
<p>Unsere Flohkrebse besiedeln so ziemlich alle Gewässerarten; nur
dürfen Sauerstoff- und Kalkgehalt nicht zu gering sein. Allerdings
gehen sie selten über 2 m Wassertiefe hinab. Häufig halten sie
sich unter hohl aufliegenden Steinen und so weiter auf. Oft sieht man die
Tiere in Seitenlage auf dem Boden rutschen, wobei die Brustbeine den Körper
ziehen und schieben, während ihn der sich krümmende Hinterleib
nach vorn stemmt. Die Hauptnahrung besteht aus lebenden und verwesten Pflanzen.
Die Eizahl schwankt nach Alter Ernährungszustand und Wohngewässer
der Tiere zwischen rund 20 und über 100. Die Entwicklungszeit der
Jungen beträgt im Sommer 2-3 Wochen, im Winter länger.</p>

<H3 id="egel">Egel <I>(Hirudinea)</I></H3>
<p>Die Egel leben in recht verschiedenen Gewässern: Seen, Weihern,
Bächen und Gräben; nur reißendes und mooriges Wasser wird
im allgemeinen gemieden. Bevorzugte Lebensräume sind pflanzenreiche,
seichte Gewässer.</p>
<p>Da die Egel eine stark entwickelte Körpermuskulatur besitzen,
sind sie außerordentlich beweglich. Bei der Bewegung des Egels wird
zunächst der Mundsaugnapf von der Unterlage gelöst und der Körper
weit vorgestreckt. Dann heftet sich der Vordersaugnapf fest, der hintere
läßt los und wird unter gleichzeitiger Hochwölbung des
Körpers dicht an den Mundsaugnapf herangeholt. Dieser Vorgang wiederholt
sich.</p>
<p>Die Egel ernähren sich ausschließlich von tierischen
Stoffen. Der Darm des Säugers besitzt zahlreiche Blindsäcke zur
Speicherung des Blutes. Vollgefressene Egel können weit über
ein Jahr hungern. Die Atmung erfolgt durch die Haut. Die Körperhaut
wird oft abgestoßen bei sauerstoffarmem Wasser.</p>
<p>Alle unsere Egel sind Zwitter. Die Begattung kann gegenseitig,
aber auch einseitig sein. Die Eier werden in Kokons abgelegt. Ungeschlechtliche
Vermehrung ist bei dieser Tiergruppe unbekannt. Das Regenerationsvermögen
ist im Gegensatz zu anderen Tiergruppen sehr gering.</p>

<H3 id="koecher">Köcherfliegenlarven</H3>
<p>Sie besiedeln Steine, Sand, Schlamm und Pflanzen in Bächen. Stammesgeschichtlich
sind sie nahe mit den Schmetterlingen verwandt und haben entsprechend Spinndrüsen,
mit denen die Bauelemente ihrer Gehäuse zusammengefügt und auch
Fangnetze gewoben werden. Die Form und Bauweise der Köcher ist sehr
vielfältig und gattungsspezifisch. Bei der Nahrungssuche und Fortbewegung
schieben sich Kopf und die drei Beinpaare aus dem Köcher heraus. Zwei
kräftige Haken, die Nachschieberklauen, am Hinterende des Körpers
dienen der Befestigung auf der Unterlage. Die einen weiden den Algenrasen
auf Steinen und Wasserpflanzen ab, andere dagegen sind gefräßige
Räuber. Bei der Verpuppung verschließen sie ihr Gehäuse
völlig, bis die Entwicklung abgeschlossen ist. Die Imagines halten
sich in der Nähe des Wassers auf, sind mottenähnlich, aber ihre
Flügel tragen keine Schuppen, sondern feine Haare.</p>

<CENTER><p class="k"><A HREF="#inhalt"><IMG SRC="punkt.gif" BORDER=0 HEIGHT=25 WIDTH=25 ALIGN=CENTER alt="Zur Inhaltsübersicht"></A>
<A HREF="#inhalt">Zur Inhaltsübersicht</A></p></CENTER>

<? require("footer.php"); ?>