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Lexikon "Fachbegriffe"

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Summenformel und Strukturformel

Summenformel:
Die Summenformel gibt ausschließlich die mengenmäßige Zusammensetzung der an dem Molekül einer Verbindung beteiligten Atome an. Die Summenformel CH4 für Methan beispielsweise sagt aus, dass in dem Molekül vier Wasserstoff-Atome (H) mit einem Kohlenstoff-Atom (C) verbunden sind. Sie liefert keine Aussagen darüber, wie die fünf beteiligten Atome miteinander verknüpft sind. Im Bereich der anorganischen Chemie genügt meist die Summenformel, während man bei organischen Verbindungen vorzugsweise die Strukturformeln angibt.

Strukturformel:
Mit der Strukturformel einer Verbindung wird die räumliche Anordnung der an der Verbindung beteiligten Atome angegeben. Dadurch, dass meist die räumliche, also dreidimensionale, Struktur auf Papier zweidimensional dargestellt werden muss, kommt man an der Methode der Projektion einer dreidimensionalen Struktur in eine zweidimensionale Ebene nicht vorbei. Dadurch werden – ähnlich wie bei der Zeichnung eines Würfels – die tatsächlich im Molekül vorhandenen Winkel zwischen den beteiligten Atomen unter Umständen verzerrt dargestellt.

Projektion eines Molekülmodells in die Ebene
Die Winkel zwischen den Wasserstoff-Atomen im Methan-Molekül betragen 109. Die Strukturformel täuscht aber Winkel von 90 vor.

Siehe auch:
Methan-Molekül (3D-Darstellung)
3D-Moleküle (Übersicht)
Von der Linearformel zur Strukturformel
Summenformeln – und vielfach auch Strukturformeln – der wichtigsten Verbindungen sind in der Stoffdatenbank von chemie-master.de
zu finden.

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