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Lexikon "Fachbegriffe"

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Löslichkeit von Sauerstoff in Wasser

Wie andere Gase auch, kann sich Sauerstoff in Wasser auflösen. Die Löslichkeit nimmt aber mit steigender Temperatur ab. Eine Erhöhung des Druckes führt zu einer Erhöhung der Löslichkeit.



In natürliche Gewässer gelangt Sauerstoff entweder aus der Luft oder durch Wasserpflanzen, die bei der Fotosynthese (Assimilation) Sauerstoff abgeben. Der gelöste Sauerstoff dient Wasserorganismen (z.B. Fischen) zur Atmung und zum Stoffwechsel.

Sauerstoff löst sich nicht in beliebiger Menge im Wasser. Den bei einer bestimmten Temperatur maximal möglichen Sauerstoffgehalt des Wassers bezeichnet man als Sättigungswert. Der Sättigungswert ist abhängig von der Temperatur des Wassers. Zunehmende Wassertemperatur bewirkt einen abnehmenden Sauerstoffgehalt.

Zu einem Sauerstoffverbrauch kommt es in Gewässern vor allem durch den Abbau organischer Substanzen, so dass gegenüber dem maximal möglichen Sättigungswert ein Sauerstoffdefizit auftritt.
Beispiel:
Wassertemperatur: 12,3 C
Sättigungswert lt. Tabelle: 10,36 mg/L (= 100%)
tatsächlicher Sauerstoffgehalt: 8,9 mg/L
Sauerstoffdefizit: 1,46 mg/L
Dies entspricht 85,9 % des Sättigungswertes.

Siehe:
Tabelle "Löslichkeit von Sauerstoff in Wasser"
Löslichkeit von Stoffen

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