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Beryllium
9,012182 u
4Be
 II. Hauptgruppe 
(Erdalkalimetalle)
2. Periode
_______________
2. Gruppe (IUPAC 89)
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Elementart: Metall Oxidationsstufe(n): +2
Schmelztemperatur: 1278 °C (1551 K) Elektronegativität: 1,5
Siedetemperatur: 2469 °C (2742 K) Atomradius: 111 pm
Dichte: 1,848 g/cm3 Erdkrustenhäufigkeit: 5×10–4 %
Anordnung der Elektronen
1s 2s 2p 3s 3p 3d 4s 4p 4d 4f 5s 5p 5d 5f .. 6s 6p 6d ... 7s
2 2                                    
Schalenmodell Lewis-Schreibweise Energieniveauschema
Schalenmodell
Das Beryllium-Atom gibt die beiden Außenelektronen ab und bildet ein Be2+-Ion:
Be Be2+ + 2 e
Energieniveauschema
Name Benannt nach dem Edelstein Beryll.
Aquamarin (hellblau gefärbter Beryll)
Aquamarin ist ein durch Eisenverbindungen hellblau gefärbter Beryll. (Aquamarin auf Muskovit, Herkunft: Hunzatal, Pakistan)
Wachsfigur mit »Brille« im Museum von Warwick Castle
Vom Beryll zur Brille
Auf den arabischen Naturforscher Ibn al-Haitham (auch Alhazen genannt, 965-1039) geht die Entwicklung des "Lesesteins" als Sehhilfe zurück. Mönche des Mittelalters entwickelten nach seinen Theorien die halbkugelig geschliffenen Linsen aus dem durchsichtigen Edelstein Beryll. Ein solcher aus Beryll geschliffener Lesestein wurde "Brill" genannt, zwei "Brille". Das Foto zeigt eine Wachsfigur mit "Brille" im Museum von Warwick Castle (England).
Entdeckung
Louis-Nicolas Vauquelin (1763-1829) 1797 erkannte Louis-Nicolas Vauquelin (1763-1829), dass im Mineral Beryll ein neues chemisches Element enthalten sein müsse. 1828 wurde das Metall von Friedrich Wöhler (1800-1882) sowie von Antoine Bussy (1794-1882) durch Reduktion von Berylliumchlorid mit Kalium hergestellt.





Louis-Nicolas Vauquelin (1763-1829)
Eigenschaften
Graues, sehr hartes Leichtmetall, bei normaler Temperatur spröde. Leicht oxidierbar, löslich in verdünnten Säuren und Laugen, sein chemisches Verhalten ähnelt dem Aluminium.
 
Beryllium und seine Verbindungen sind giftig.
Beryllium von hoher Reinheit, kristallines Bruchstück
Vorkommen Im Beryll Be3Al2[Si6O18] und Bertrandit Be4[(OH)2|SiO4|SiO3].
Herstellung Beryll bzw. Bertrandit werden durch verschiedene Verfahren aufgeschlossen, um zunächst Berylliumhydroxid Be(OH)2 zu gewinnen. Das Hydroxid wird entweder in Fluorid überführt und dann mit Magnesium bei 900 °C zu fein verteiltem Beryllium reduziert oder das Hydroxid wird durch Glühen in Oxid verwandelt, mit Kohlenstoff gemischt und chloriert. Aus dem so entstandenen Berylliumchlorid BeCl2 wird duch Schmelzflusselektrolyse einer NaCl-BeCl2-Mischung reines Beryllium gewonnen.
 
Über 90% der Weltproduktion entfallen auf die Firma Brush Wellmann, die Bertrandit im Bereich des Spur Mountain in Utah gewinnt. Weitere Produzenten sind Kasachstan und die Volksrepublik China.
Verwendung Beryllium-Kupfer
Die Abbildung zeigt zwei Stäbe aus Beryllium-Kupfer (Berylco 10 mit 0,4 bis 0,7% Beryllium,
2,4 bis 2,7% Cobalt, Rest Kupfer).
Kupfer-Beryllium-Legierungen ("Berylliumbronze") enthalten 0,25-2,0% Beryllium. Sie werden neuerdings wegen ihrer besonderen Eigenschaften vielfach eingesetzt. Berylliumbronze bewahrt die gewünschten Eigenschaften des Kupfers in Bezug auf elektrische und Wärmeleitfähigkeit, bietet aber höhere mechanische Festigkeit sowie Verschleiß- und Korrosionsbeständigkeit.
Haupteinsatzgebiete für Berylliumbronze sind Telekommunikationsausrüstungen, Automobil-elektronik und Computer. Heute ist Kupfer-Beryllium in vielen Anwendungen wie Relais, Druckschaltern, Timern, mechanischen Schaltern jeglicher Art, auch in Haushaltsgeräten wie Waschmaschinen, Geschirrspülern, Trocknern, Staubsaugern usw. enthalten. Im Bereich des Automobilbaus findet sich Berylliumbronze in Kabelbaumsteckverbindern, an Airbag- und ABS-Applikationen, an Batterie-anschlüssen, in Schaltern für Fensterheber, Lichtschaltern und Relais. Auch hochwertige Golfschläger bestehen aus Berylliumbronze (Abbildung rechts). Golfschläger aus Berylliumbronze
Beryllium findet Verwendung als Legierungsbestandteil von funkenfreien Legierungen, aus denen z.B. Werkzeuge für explosionsgefährdete Umgebungen hergestellt werden. Weitere Einsatzgebiete sind die Kerntechnik, als Neutronenquelle für Laboratoriumszwecke, als Fenster für Röntgenröhren.
(Dank an Prof. B. Müller, Justus-Liebig-Universität Gießen)
Beryllium aus Fenstern von Röntgenröhren
Beryllium aus Fenstern von Röntgenröhren.
Isotope 9Be (100%)
Radioaktivität 10Be (b-Strahler, Halbwertszeit 1,51×106 Jahre)
Redox-Potenziale
Be Be2+ + 2 e -1,85 Volt
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Quellenangabe für diese Seite:
 chemie-master.de: Periodensystem für den Schulgebrauch, Online im Internet: 
 http://www.chemie-master.de/pse/pse.php?modul=Be [Stand 01.07.2016] 
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